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Herzlich willkommen unseren neuen Fünftklässlern

Ballons

Einen schönen Start am Gymnasium Gröbenzell erlebten die neuen Fünftklässler: Sie ließen am ersten Schultag Luftballons steigen, an die sie Postkarten mit ihren Wünschen und Hoffnungen für das kommende Schuljahr gebunden hatten. Manche wünschten sich viel, andere hatten nur einen großen Wunsch. Gute Noten waren dabei, neue Freundschaften, eine gute Klassengemeinschaft. Wir wünschen unseren neuen Schülerinnen und Schülern eine gute Zeit an unserer Schule! 

Text: Iris John

Foto: Thomas Atsma

Das Stück "Frühlings Erwachen"

Frühlingserwachen - Das Musical


Frühlings Erwachen  ist ein 1891 erschienenes,  gesellschaftskritisch satirisches Drama von Frank Wedekind, das als Vorlage für das Musical von Steven Slater und Duncan Sheik dient.

Das Stück ist die Geschichte mehrerer Jugendlicher, die im Zuge ihrer Pubertät mit den Problemen psychischer Instabilität und der gesellschaftlichen Inakzeptanz ihrer sexuellen Neugier konfrontiert sind.


Inhalt des Buchs von Wedekind –(kleine Unterschiede zur Musicalfassung)


Im 1. Akt am Anfang gibt es eine Konfrontation zwischen Wendla und ihrer konservativen Mutter über die Wahl des richtigen Kleides. In der darauffolgenden Szene sprechen Melchior und sein Freund Moritz über ihr weiteres Leben, über ihre möglichen Kinder und deren Erziehung und vor allem auch über Sexualität. Moritz ist sehr unaufgeklärt. Melchior, der schon sehr aufgeklärt wirkt, verspricht Moritz ihm auf einen Zettel alles zu schreiben, was er über die Sexualität weiß. Bei einem Gespräch zwischen Wendla und ihren Freundinnen Thea und Martha erfahren diese, dass Martha schon öfters daheim geschlagen wurde, was die anderen beiden sich nicht vorstellen können. Die nächste Szene spielt am Gymnasium. Es geht um ein  Gespräch zwischen Melchior und weiteren Schülern, die sich über Moritz unterhalten, der gefährdet ist, dieses Jahr zu wiederholen. Schließlich taucht Moritz auf und berichtet erfreulich, dass er das erste Halbjahr bestanden hat. In der letzten Szene des 1. Aktes treffen sich Wendla und Melchior im Wald. Sie unterhalten sich, bis sie ihn schließlich auffordert, sie zu schlagen, um zu fühlen, wie sich das anfühlt. Nach langem Zögern gibt er nach und die Situation eskaliert. Melchior ist sehr aufgewühlt wegen seiner Tat und verschwindet.

Im 2. Akt treffen sich Melchior und Moritz bei Melchior zu Hause. Melchiors Mutter verhält sich sehr liberal gegenüber den beiden Jungs. Währenddessen wird Wendla von ihrer Mutter „aufgeklärt“, da sie soeben Tante geworden ist. Allerdings klärt sie Wendla nicht richtig auf und lässt das Wesentliche weg. Sehr wichtig ist die 4. Szene, in der Melchior und Wendla sich treffen und miteinander schlafen. Die „eigentlich“ nicht aufgeklärte Wendla ist sich der Folgen aber nicht bewusst und erst später ist sie sehr verzweifelt und versucht Ausreden zu finden. In der nächsten Szene schreibt Melchiors Mutter einen Brief an Moritz, indem steht, warum sie ihm das von ihm gewünschte Geld für die Flucht nach Amerika nicht geben kann. Er ist verzweifelt, da es in der Schule richtig schlecht um ihn steht. Nachdem Moritz dem Brief bekommt, hat er einen neuen Plan: Selbstmord.

Im 3. Akt wollen die Lehrer der Schule über den Selbstmord von Moritz sprechen, rutschen aber schnell in eine sinnlose Diskussion ab. Schließlich bestellen sie Melchior hinein und behaupten, er sei schuld am Tode seines Freundes. Melchior bekommt nie die Möglichkeit, sich zu verteidigen. Moritz wird danach, unter Verachtung der Lehrer und seines Vaters, auf dem Friedhof beerdigt. Nachdem in der nächsten Szene Melchiors Eltern über die Vorfälle diskutierten, wird Melchior vor allem aufgrund seines Vaters, der Melchiors Mutter überzeugte, in eine so genannte Korrektionsanstalt gebracht, wo er wieder sittlich gemacht werden soll. In der Anstalt angekommen, findet Melchior keine Freunde und plant bereits seine Flucht. Bei Wendla dagegen wird vom Arzt die Bleichsucht diagnostiziert, auch wenn alle wissen, dass sie eigentlich schwanger ist. Wendla denkt, sie sei selbst schuld, obwohl es eigentlich die Schuld ihrer Mutter ist, die sie nie richtig über alles aufgeklärt hat. Das Kind soll abgetrieben werden, wobei Wendla stirbt.

In der letzten Szene des Buches handelt es sich um einen irrealen Moment, in dem Melchior das Grab von Wendla besucht. Er gibt sich die Schuld an ihrem Tod und will wieder verschwinden, aber es passiert etwas völlig Überraschendes: Der tote Moritz, taucht aus seinem Grab auf. Melchior, der sehr verzweifelt aufgrund Wendlas Tod ist, überlegt, sich auch das Leben zu nehmen und Moritz zu folgen. Zum Ende ist Melchior jedoch fest entschlossen, weiter zu leben und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Historischer Hintergrund  + Zensur
Wedekind schrieb Frühlings Erwachen zwischen  Herbst 1890 und Ostern 1891. Zu dieser Zeit schwankte Deutschland zwischen den Extremen einer Modernisierung und dem sehr konservativen Verhalten gegenüber alten Traditionen. Das Wilhelminische Kaiserreich (1871-1914) prägte die gesellschaftlichen Strukturen, das Militär hatte eine große Bedeutung und die Schule wurde nach militärischem Vorbild geführt. Die Gottesfurcht und die Liebe zum Vaterland standen an erster Stelle. Die Ausbreitung von sozialistischen und kommunistischen Gedanken wurde als große Gefahr gesehen, der es durch die Strenge in der Schule entgegenzuwirken galt. Auf Grund von in der Gesellschaft sehr verpönten Themen wie Aufklärung und Sexualität, unterlag auch dieses Stück den strengen Bestimmungen der Zensurbehörde, weswegen es erst sehr spät im deutschsprachigen Raum aufgeführt werden konnte. Die Fassung, in der das Stück an den Kammerspielen des deutschen Theaters in Berlin uraufgeführt wurde, zeigt, dass zahlreiche Streichungen hingenommen werden mussten. Drei Szenen mit sexuell anstößigem Inhalt wurden komplett gestrichen. Die Zensur verfügte außerdem über die Verharmlosung der Lehrernamen. Auch Wörter wurden geändert wie beispielsweise „Beischlaf“ in „Fortpflanzung“.

Text: Yannick Engelmann für das P-Seminar „Organisatin und Dramaturgie“

Musical - Frühlingserwachen


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